Asana-Bibliothek

Trikoṇāsana II

Dreieck II

StandSeitneigungRotationAtemraum

Dreieck-Variation mit stärkerer Öffnung des Brustkorbs: verbindet stabile Bein- und Beckenbasis mit klarer Rumpfrotation – ohne Zug am Knie und ohne Druck in LWS/HWS.

Referenzposition

  • Beginne in einer weiten Schritt- oder Grätschstellung. Drehe den vorderen Fuß nach außen, den hinteren Fuß leicht nach innen, so dass Knie und Fußrichtung stimmig bleiben.
  • Richte dich auf: Becken ausbalanciert über den Füßen, Wirbelsäule lang, Schultern weich.
  • Hebe die Arme auf Schulterhöhe und strecke sie auseinander, ohne die Schultern hochzuziehen.
  • Ausatmung: Neige den Rumpf zur vorderen Seite, zunächst über Länge nach vorn – die untere Hand sucht eine Stütze (Block/Schienbein/Oberschenkel/Boden), ohne am Bein zu ziehen.
  • Einatmung: Schaffe erneut Länge im Rücken und im Brustbeinbereich, als würdest du den Brustkorb nach vorn "aufspannen".
  • Ausatmung: Drehe den Brustkorb deutlicher auf, sodass die obere Schulter nach hinten/oben findet; der obere Arm kann nach oben zeigen oder (bei Bedarf) auf die Hüfte/den unteren Rücken gelegt werden.
  • Stabilisiere die Basis: vorderes Knie bleibt in Linie mit den Zehen, hinterer Fuß trägt aktiv. Becken bleibt möglichst stabil und kippt nicht nach vorn.
  • Blickrichtung so wählen, dass der Nacken frei bleibt (neutral, seitlich oder zur oberen Hand).
  • Zum Lösen: Einatmung verlängert, Ausatmung zurück in die aufrechte Ausgangsposition. Füße neutralisieren und Seite wechseln.
Beobachtungspunkte

Beine/Füße stabil: Knie spurt, Fußgewölbe aktiv, hinterer Fuß trägt • Becken bleibt stabil; Rotation kommt aus Rumpf/Brustkorb, nicht aus "Zerren" am Knie • Brustkorb öffnet ohne Rippen-Pressen; Bauch bleibt tragend und weich • Nacken lang: Blick nur so weit nach oben, wie es spannungsfrei bleibt; Atem frei

Mehr Länge, weniger Aufdrehen

Gut im Unterricht, wenn Rotation schnell als Druck im unteren Rücken spürbar wird.

So geht's: Stütze höher, Brustbein nach vorn verlängern, dann nur minimal öffnen. Stell dir vor, die Drehung entsteht hinter dem Brustbein (BWS) und nicht „unten".

Sicherheit: Stechender LWS/ISG-Schmerz → sofort reduzieren/abbrechen.

Becken stabilisieren

Ebene finden

Gut im Unterricht, wenn das Becken mitdreht/kollabiert.

So geht's: Kürzerer Stand, beide Fußdreiecke erden. Halte die Beckenkämme „gleich weit" nach vorn ausgerichtet, Rotation kommt darüber.

Sicherheit: Wenn ein Sitzbein-/Beckenbereich „zieht": weniger drehen, höher stützen.